Wer sich schon einmal mit dem Gedanken getragen hat Geräte über sein Netzwerk zu steuern oder Messwerte zu erfassen, ist mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Suche nach Lösungen im Internet über den AVR-NET-I /O Bausatz der Firma Pollin gestolpert. Wie man aus einem gelungenen Bausatz noch mehr macht und das Ganze dann auch noch hübsch und ansprechend verpackt, soll diese Artikelserie zeigen.
Der Bausatz Nach dem Auspacken sieht man sich einem scheinbar heillosen Chaos von Bauteilen gegenüber. Jetzt heißt es erstmal sortieren. Nach kurzer Zeit hat man dann eine erste Übersicht. Die Beschreibung für den AVRNET-I /O Bausatz ist gut und verständlich aufgebaut, so dass auch der etwas unerfahrene Nachwuchs-Elektroniker damit klar kommt. Die zwei Induktivitäten kommen im Gewand eines etwas zu dick geratenen Widerstandes daher und sollten nicht mit einem solchen verwechselt werden. Auch der Aufdruck bei den Blockkondensatoren ist für den Anfänger vielleicht verwirrend, aber mit etwas Nachdenken ist diese Hürde |
auch nach kurzer Zeit zu meistern. Die beiden Quarze, die im Lieferumfang des Bausatzes enthalten sind, dürfen nicht verwechselt werden. Da die Werte jedoch gut lesbar eingeprägt sind, sollte das nicht all zu schwierig sein, so dass man nach ca. 40 Minuten einen fertigen AVR-NET in den Händen halten würde. Aber halt, jetzt kommen unsere Modifikationen.
Das erste Hardware-Modding Unser Ziel ist es, einen guten Bausatz noch besser zu machen. Dazu müssen wir erstmal ein paar Bauteile aussortieren. Die Gründe für das Weglassen dieser Bauteile wird im Anschluß an das Bild besprochen.Wie man schön erkennen kann, ist als einziges aktives Bauteil nur der Längsregler 78S05 unserer Modding-Aktion zum Opfer gefallen. Dicht gefolgt wird der 78S05 von dem Glättungs-Elko, der an seinem Eingang platziert war. Die Leuchtdiode für die Anzeige des Betriebszustands und der dazugehörige Vorwiderstand werden auch gnadenlos ausgemustert. Zu guter Letzt werden alle gelieferten Anschlußklemmen aussortiert. Nun stellt sich konsequenter Weise die |
Frage nach dem Warum? Fangen wir bei der LED an. Es handelt sich um eine 20mA LED. Das sind 18mA zuviel für eine einfache Betriebsanzeige. Besonders dann, wenn man vor hat, das ganze System mit 24VDC nach Industriestandard zu betreiben.
Die neuen Bauteile Da Bilder mehr sagen als tausend Worte, schauen wir uns auf dem Bild unten die neuen Bauteile an. Ganz links haben wir den Ersatz für den alten 78S05. Dieser DC/DC-Wandler verträgt Eingangsspannungen bis 36V und liefert an seinem Ausgang konstante 5VDC mit einem Strom von bis zu 1A Dauerlast. Dahinter sieht man den neuen Glättungskondensator 470µF und einer zulässigen Spannung von 63VDC. Hätten wir den ursprünglichen genommen, wäre dieser mit seinen 25VDC etwas zu knapp bemessen gewesen. Die Klemme rechts wird als Ersatz für die Klemme der Spannungsversorgung des Boards genommen. Auf dem Bild fehlen der neue Vorwiderstand, LED-Abstandshalter und die LED selbst. Ein kurzer Blick auf das Bild unten gibt uns wieder eine einfache Übersicht über die Neuerungen. |